Darf ich Ihnen Ihr Kind zeigen?
Das klingt doch ganz schön provokativ, oder? Das soll es auch. Weil ich Sie aufrütteln möchte.
Ich gehe mal von folgendem aus: Wahrscheinlich sehen Sie Ihr Kind ja jeden Tag.
Und doch gibt es einen Blick auf Ihr Kind, den viele Eltern wahrscheinlich noch nicht kennen.
Ich möchte Ihnen diesen Blick heute hier zeigen.
Nicht als Lehrer.
Nicht als Therapeut.
Sondern als jemand, der seit vielen Jahren Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten begleitet.
„Ich kann nichts richtig schreiben.
Diesen Satz höre ich oft. Von den meisten meiner kleinen Klienten.
Ich glaube ihn jedoch nicht.
Denn bisher hat jedes Kind auch manche Wörter richtig geschrieben.
Deshalb frage ich zuerst:
„Zeig mir doch einmal den Text, den du geschrieben hast.“
Dann schauen wir uns den Text gemeinsam an.
Zum Beispiel stehen dort 70 Wörter.
43 davon sind richtig geschrieben.
27 sind anders geschrieben.
Und plötzlich haben wir etwas, womit wir arbeiten können.
Es sind schließlich 43 Wörter, die das Kind bereits richtig schreiben kann.
Jetzt interessiert mich natürlich:
Wie macht das Kind das?
Also frage ich:
„Kannst du mir sagen, wie du das machst, wenn du etwas richtig schreibst?“
Oft bekomme ich dann als Antwort:
„Ich kann nichts richtig schreiben. Deshalb sind wir doch bei dir.“
Dann schauen wir noch einmal gemeinsam hin.
„Du hast hier 43 Wörter richtig geschrieben. Wenn wir herausfinden, wie du diese 43 Wörter richtig schreibst – könnten wir das vielleicht auch für die 27 Wörter nutzen, die heute noch anders geschrieben sind?“
Und dann:
„Stell dir doch mal vor, das klappt. Wäre das nicht ganz prima?“
Genau hier beginnt mein Weg.
Das Kind ist mein Partner
Ich nehme ein Kind ernst.
Nicht als kleines Dummerchen, das einfach noch nicht genug weiß und deshalb mehr üben muss.
Sondern als jemanden, der bereits etwas kann und der mir zeigen kann, wie es das macht.
Deshalb frage ich:
Was kann das Kind bereits?
Und:
Wie macht es das?
Denn genau dort kann ich ansetzen.
Wie geht es jetzt weiter?
Das ist bei jedem Kind ein bisschen anders.
Ein Kind fragt vielleicht:
„Was ist denn ein Wortbild?“
Ein anderes sagt:
„Das ist doch klar.“
Mit beiden Kindern mache ich nicht einfach dasselbe.
Ich schaue zuerst, was das Kind schon weiß, was es verstanden hat und wo wir ansetzen können.
Es gibt deshalb keinen festen Ablauf, den ich mit jedem Kind einfach Schritt für Schritt abarbeite.
Es gibt einen Weg. Aber wie wir ihn gehen, entscheidet sich mit dem Kind.
Was ich dabei herausfinden möchte
Wenn ein Kind ein Wort richtig schreibt, interessiert mich nicht nur das Ergebnis.
Mich interessiert:
Wie kommt dieses Wort zustande?
Wie hat das Kind es sich gemerkt?
Was hat es sich dabei vorgestellt?
Woran erinnert es sich?
Und vor allem:
Was können wir davon für die Wörter nutzen, die noch nicht funktionieren?
Manchmal kommen wir dabei zum Wortbild.
Manchmal müssen wir einen anderen Weg nehmen.
Das hängt davon ab, was das Kind mitbringt und wie es selbst bisher gelernt hat.
Und genau deshalb gibt es bei mir nicht die eine Übung, die für jedes Kind und jedes Wort passt.
Wir probieren aus.
Wir beobachten.
Wir fragen nach.
Und wir schauen, was funktioniert.
Schauen wir uns einmal ein Wort an.
Nehmen wir ein ganz einfaches Wort:
HAUS
Das Kind schreibt es richtig.
Prima.
Aber mich interessiert jetzt nicht nur, dass es richtig geschrieben wurde.
Ich möchte wissen, wie das Wort im Kopf des Kindes gespeichert ist.
Also frage ich:
„Was ist der zweite Buchstabe?“
A.
„Und der dritte?“
U.
Und dann frage ich ganz selbstverständlich:
„Was ist der fünfte Buchstabe?“
Kommt die Antwort spontan:
„Den gibt es nicht!“
dann weiß ich, dass das Wort als Ganzes gespeichert ist.
Kommt dagegen zögernd:
„Ähm … S?“
dann hat sich das Kind das Wort anders gemerkt.
Und genau das interessiert mich.
Denn jetzt weiß ich, wo wir weitermachen können.
Ein Weg kann mich beispielsweise zu meinen Experiment führen:
Hier mache ich es etwas anders. Versuchen Sie doch bitte mal, meinen Gedanken zu folgen.
Das Kind weiß zunächst überhaupt nicht, um welches Wort es geht. Manchmal nutze ich es aus, indem ich sage dass es sich um eine Übung für ältere Kinder handelt, ich aber dennoch das Gefühl hab es mit diesem Kind speziell probieren zu können. Das Ganze dient dazu jegliche Form des Druckes aus der gesamten Situation zu nehmen.
Ich baue das Wort Stück für Stück auf – als Versuch.
Wir nehmen zunächst den ersten Teil:
A – q – u – a
Dann den zweiten:
r – i – u – m
Dabei frage ich nachdem das Wort aufgebaut ist:
„Kannst du den ersten Teil sehen?“
Und mache das mit dem zweiten Teil genauso:
„Kannst du den zweiten Teil sehen?“
Das Kind weiß zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, worauf das Ganze hinausläuft.
Ich übe mit dem heiteren Buchstaben Springen ein wenig, achte aber darauf, dass ich mir zum Abschluss der Übung beide Wortteile rückwärts buchstabieren zu lassen.
Und plötzlich kann das Kind etwas, was es vorher vielleicht von sich selbst gar nicht erwartet hätte.
Erst jetzt frage ich:
„Könnten die beiden Teile vielleicht etwas miteinander zu tun haben?“
Auch wenn Sie es sich vielleicht kaum vorstellen können:
Das ist für die meisten Kinder gar nicht so einfach.
Aqua geht immer recht flott. Aber rium?
Oft braucht es für diese Antwort ein oder zwei Minuten.
Dann platzt es heraus: Aquarium.
Und dann sage ich:
„Das finde ich ja toll, dass du das rückwärts buchstabieren kannst.“
Häufig streitet Kinder ab, dass sie eben genau das können.
„Aber du hast mir doch vorhin als Letztes den zweiten Teil von hinten nach vorne gesagt und danach den ersten Teil. Das ist doch rückwärts buchstabieren – oder?“
Und genau solche Momente meine ich.
Das Kind merkt selbst, was es gerade geschafft hat.
Und ich kann mit dem arbeiten, was das Kind bereits kann.
Mehr möchte ich Ihnen an dieser Stelle gar nicht verraten.
Denn das hier ist nur ein kleiner Einblick in die Art, wie ich mit einem Kind arbeite.
Wie daraus Schritt für Schritt ein Lernweg entsteht, zeige ich Ihnen im Lernprogramm.
Das etwas andere Lernprogramm
Dieses Lernprogramm ist für Eltern, die nicht länger einfach nur mehr mit ihrem Kind üben möchten.
Sie bekommen von mir keine Sammlung von Arbeitsblättern nach dem Motto:
Heute machen wir diese Übung. Morgen die nächste.
Stattdessen zeige ich Ihnen, wie Sie herausfinden können, was bei Ihrem Kind bereits funktioniert – und wie Sie genau daran anknüpfen.
Sie lernen meine Vorgehensweise kennen, sehen sie in den Videos und können die einzelnen Schritte anschließend mit Ihrem Kind ausprobieren.
Aber halt! Stop! Dabei geht es überhaupt nicht darum, aus Ihnen eine Lehrkraft zu machen.
Sie bleiben Mutter oder Vater.
Aber Sie bekommen einen anderen Blick darauf, was Ihr Kind tut, wenn es liest oder schreibt.
Und vielleicht passiert dabei etwas, das ich immer wieder erlebe:
Ihr Kind sagt irgendwann nicht mehr:
„Ich kann das nicht.“
Sondern:
„Warte mal. Ich glaube, ich weiß, wie das geht.“
Was ist drin im Lernprogramm?
Das Lernprogramm besteht aus den einzelnen Videolektionen und den dazugehörigen Arbeitsmaterialien.
Zu jedem Video gibt es ein Skript als PDF.
So können Sie das, was ich im Video zeige, jederzeit noch einmal nachlesen und anschließend mit Ihrem Kind ausprobieren.
Die Skripte stehen Ihnen zusätzlich als Audio-Datei zur Verfügung.
Wenn Sie mögen, können Sie sich daraus also Ihr eigenes Hörbuch anfertigen.
Die Videos können Sie in Ihrem eigenen Tempo ansehen und die Inhalte später jederzeit noch einmal abrufen.
Für wen ist das Lernprogramm gedacht?
Für Eltern von Kindern, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben.
Für Eltern, die nicht mehr bei jeder Hausaufgabe überlegen möchten:
„Was soll ich denn jetzt noch mit meinem Kind machen?“
Und für Eltern, die verstehen möchten, warum ihr Kind manche Wörter problemlos schreibt und andere immer wieder anders.
Vielleicht sind Sie trotzdem noch nicht sicher.
Das ist wirklich völlig in Ordnung.
Sie kennen mein Lernprogramm bisher nur von dem, was ich Ihnen hier gezeigt habe.
Vielleicht denken Sie:
„Klingt interessant. Aber funktioniert das auch mit meinem Kind?“
Das kann und will ich Ihnen nicht versprechen.
Denn ich kenne Ihr Kind nicht.
Ich kann Ihnen aber zeigen, wie ich mit Kindern arbeite und wie ich herausfinde, was bei ihnen funktioniert.
Genau das ist der Grund, warum ich Ihnen auf dieser Seite nicht einfach erzählen möchte, wie toll mein Lernprogramm ist.
Ich möchte, dass Sie vorher einen Eindruck davon bekommen, wie ich denke und wie ich mit einem Kind arbeite.
Wenn Sie beim Lesen an Ihr eigenes Kind gedacht haben und sagen:
„Genau so etwas suche ich.“
dann ist das Lernprogramm wahrscheinlich einen Blick wert. Oder auch zwei…
Das etwas andere Lernprogramm
387 € statt 487 €
Und wenn Sie danach feststellen, dass es nicht das Richtige für Sie und Ihr Kind ist, dann ist das auch eine wichtige Erkenntnis.
Sie haben ein 14-tägiges Rückgaberecht.
Sie müssen Ihr Kind nicht in ein Programm hineinpressen.
Das Programm muss zu Ihrem Kind passen.